Und spricht dort über die Zukunft des AFP- Formats

 

Vom 25.06.18 bis 27.06.18 findet die DOXNET Fachkonferenz in Baden-Baden statt. Bei diesem Event, rund um Trends und Entwicklungen im Bereich Dokumentenmanagement, ist auch profiforms, als Experte für Output Management, mit einem Vortrag vor Ort. Holger Schröder, Geschäftsführer bei profiforms, spricht in seinem Vortrag über die Zukunft des oftmals tot gesagten AFP-Formats sowie dessen doch vorhandenen Aussichten.

 

Advanced Function Printing, kurz AFP, ist eine IBM-Architektur und das kompakteste Format für den Druck. Es wird hauptsächlich in großen Unternehmen verwendet und ist in der einfachsten Form schneller als das PDF-Format. Auf der diesjährigen DOXNET spricht profiforms über das kontrovers diskutierte Thema der Zukunft des AFP-Formats sowie dessen Bedeutung.

 

AFP wurde für den High-Volume-Druck konzipiert und ist mit IPDS ein Dialogformat inklusive einer vollständigen Fehlerbehandlung. Es ist im Rahmen seiner Möglichkeiten durchaus zuverlässig und erfüllt seinen ursprünglichen Sinn und Zweck auch weiterhin.

Jedoch haben sich die Welt, die Gesellschaft und die Bedürfnisse sowie Notwendigkeiten geändert und das AFP-Format scheint mittlerweile, trotz seiner positiven Eigenschaften, kompliziert, aufwändig und wenig zukunftsorientiert zu sein.

Beispielsweise benötigt es einen speziellen Viewer, um auf Bildschirmen dargestellt werden zu können. Weiterhin ist es hinsichtlich der Versand- und Nutzungsmöglichkeiten auf das Drucken und Faxen beschränkt.

Obwohl AFP nun ein ISO-Standard ist, bereitet die Dokumentenarchivierung gemäß der EU-Norm dem Format Schwierigkeiten. Die Nichteignung hinsichtlich der Online-Darstellung sowie die Unfähigkeit Vektoren abzubilden, belegen die fehlende Zukunftsorientierung des Formats.

Das AFP-Format an sich sowie das Umgehen mit ihm, benötigt spezielles Wissen, das nur wenige, ausgewählte Experten besitzen, welche so einen kleinen hochpreisigen Markt bilden.

Diese Inflexibilität bedeutet jedoch nicht zwangsläufig das Aus des Formats, wie es oftmals beschrien wird. Viel mehr gilt es, das Format und die Umgebung in der es sich befindet den heutigen Bedürfnissen, Notwendigkeiten und Standards anzupassen und zu erweitern.

Holger Schröder, Geschäftsführer von profiforms, spricht auf der DOXNET also eben nicht von der Verdrängung des AFP-Formats sondern von den Möglichkeiten, wie man das Format flexibler und offener gestalten kann und das Beste aus den Welten des AFP-Formats und des PDF-Formats, als flexibler, alles-könnender Gegenpart, miteinander kombinieren kann, denn die beiden Formate waren sich nie näher als heute.

Ganz im Sinne der modernen Gesellschaft bedeutet ein Zusammenspiel von AFP und PDF auch eine Art der Arbeitsteilung, bei der AFP den Druck- und systemspezifischen Part übernimmt, während PDF den grafischen Teil handelt. So können nach Bedarf sowohl AFP als auch PDF als Output Format gewählt – und rechtskonform archiviert werden.

Durch eine Kombination von AFP mit PDF wird das gesamte Dokumentenmanagement in die Richtung eines modernen Output Managements geöffnet.